Tierphysiotherapie

Fachlich fundiert.
Aktiv unterstützen.

Die Tierphysiotherapie dient der Verbesserung und Wiederherstellung der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit Ihres Tieres. Individuell abgestimmte manuelle Techniken, gezielte Bewegungstherapie und ergänzende physikalische Maßnahmen fördern Mobilität, Körperfunktion und Lebensqualität.

Nadine Boekhoff bei der Durchführung einer Gelenkfunktionsprüfung bei einem Pferd im Rahmen einer tierphysiotherapeutischen Anamnese.

Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit und Lebensqualität eines Tieres. Schmerzen, Operationen, Verletzungen oder altersbedingte Veränderungen können den Bewegungsapparat nachhaltig beeinflussen und zu Einschränkungen im Alltag führen.

Mein Therapieansatz

Jedes Tier bringt seine eigene Vorgeschichte, seine individuellen Voraussetzungen und sein persönliches Umfeld mit. Deshalb erfolgt jede physiotherapeutische Behandlung auf Grundlage einer ausführlichen Anamnese und einer sorgfältigen Befundung. Gemeinsam entwickeln wir einen individuell abgestimmten Therapieplan, der sich an den Bedürfnissen Ihres Tieres orientiert.

Wichtig:
Die Tierphysiotherapie ersetzt keine notwendige tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung zur tiermedizinischen Versorgung dar und erfolgt – wann immer es dem Wohl Ihres Tieres dient – gerne in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt.

Wann kann Tierphysiotherapie sinnvoll sein?

Eine physiotherapeutische Begleitung kann in unterschiedlichen Lebensphasen, nach Verletzungen oder Operationen sowie bei akuten oder chronischen Einschränkungen sinnvoll sein. Ob und welche Maßnahmen geeignet sind, wird stets individuell beurteilt.

  • Arthrose und degenerative Gelenkerkrankungen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Muskelverspannungen und muskuläre Dysbalancen
  • Rückenbeschwerden
  • Lahmheiten und Schonhaltungen
  • Sehnen-, Bänder- und Gelenkprobleme
  • Vor und nach Operationen
  • Rehabilitation nach Verletzungen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Begleitung älterer Tiere
  • Prävention und Gesunderhaltung
  • Unterstützung von Sport- und Leistungstieren

Therapieformen der Tierphysiotherapie

Die Auswahl der geeigneten Behandlungstechniken richtet sich stets nach dem individuellen Befund, dem aktuellen Gesundheitszustand sowie dem jeweiligen Therapieziel Ihres Tieres.

Durch gezielte Mobilisations- und Weichteiltechniken werden Gelenke, Muskulatur und umliegende Strukturen behandelt. Ziel ist es, Bewegungseinschränkungen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu fördern und schmerzhafte Spannungszustände zu beeinflussen.

Verschiedene Massagetechniken können je nach Befund dazu beitragen, verspannte Muskulatur zu lockern oder einen verminderten Muskeltonus gezielt zu stimulieren. Darüber hinaus können sie die Durchblutung fördern und das Gewebe auf weitere therapeutische Maßnahmen vorbereiten. Auswahl und Intensität werden individuell auf Ihr Tier abgestimmt.

Durch kontrollierte und schonende Bewegungen werden einzelne Gelenke innerhalb ihres natürlichen Bewegungsausmaßes mobilisiert. Je nach Befund kommen sanfte Gelenkmobilisationen, Dehnungen, Traktions- und Kompressionstechniken sowie dreidimensionale Bewegungsabläufe zum Einsatz. Ziel ist es, die Beweglichkeit und die natürliche Gelenkfunktion zu fördern.

Durch individuell abgestimmte Übungen werden Kraft, Koordination, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Körperwahrnehmung gezielt gefördert. Das Training wird an Alter, Leistungsstand, Belastbarkeit und Gesundheitszustand Ihres Tieres angepasst und schrittweise aufgebaut.

Abhängig vom individuellen Befund können Wärme- und Kälteanwendungen, Farblicht-, Magnetfeld- und Elektrotherapie sowie Behandlungen mit dem Novafon ergänzend in das Behandlungskonzept integriert werden. Die Verfahren werden gezielt ausgewählt und auf den Gesundheitszustand sowie die Bedürfnisse Ihres Tieres abgestimmt.

Nadine Boekhoff bei der Anamnese beziehungsweise Gelenkfunktionsprüfung in Seevetal im Rahmen einer tierphysiotherapeutischen Behandlung.
Nadine Boekhoff bei der Schaffung von Vertrauen mit einem Pferd im Rahmen einer Pferdetherapie in Buchholz.
Nadine Boekhoff bei der Durchführung einer Balanceübung mit Aktivierung der Muskulatur im Rahmen einer tierphysiotherapeutischen Behandlung.
Nadine Boekhoff bei der Durchführung einer Vibrationstherapie zur Aktivierung und Entspannung der Muskulatur sowie zur Linderung von Muskelschmerzen im Rahmen einer tierphysiotherapeutischen Behandlung.

Behandlungsablauf

Vor dem Termin können vorhandene tierärztliche Befunde, Röntgenbilder, Operationsberichte, Medikamentenpläne oder weitere Unterlagen übermittelt werden. So kann ich mich bestmöglich auf Ihr Tier und seine Vorgeschichte vorbereiten.

01

Ausführliche Anamnese

Zu Beginn nehme ich mir Zeit, Ihr Tier und seine Vorgeschichte kennenzulernen. Gemeinsam besprechen wir aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen, frühere Verletzungen oder Operationen, Haltung, Bewegung, Belastung, Medikamente sowie Ihre Beobachtungen. Diese Anamnese bildet die Grundlage für die individuelle physiotherapeutische Befundung und Behandlung.

02

Adspektion und Gangbildanalyse

Ihr Tier wird zunächst im Stand und anschließend – soweit möglich – in der Bewegung betrachtet. Dabei werden Körperhaltung, Bewegungsabläufe, Belastung der Gliedmaßen, Symmetrie sowie mögliche Schonhaltungen und funktionelle Auffälligkeiten beurteilt.

03

Palpation und Gelenkfunktionsprüfung

Durch gezieltes und behutsames Abtasten werden Muskulatur, Faszien, Sehnen, Bänder, Gelenke und umliegendes Gewebe beurteilt. Ergänzend prüfe ich Bewegungsausmaß, Bewegungsende, Schmerzhaftigkeit, Gelenkfüllungen und Spannungen – stets angepasst an Zustand und Kooperationsbereitschaft Ihres Tieres.

04

Allgemeine Untersuchung

Zur Vervollständigung des Gesamtbildes erfolgt eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung. Dabei werden unter anderem Puls, Atmung, Körpertemperatur, Schleimhäute, Lymphknoten sowie Haut und Fell beurteilt. Die Befunde ergänzen die physiotherapeutische Untersuchung und fließen in die individuelle Therapieplanung ein.

05

Erste Behandlung und Empfehlungen

Bereits beim Ersttermin erfolgt – sofern Gesundheitszustand und Befund es zulassen – eine erste individuell abgestimmte Behandlung. Je nach Befund erhalten Sie außerdem passende Übungen oder Empfehlungen für den Alltag, um den Behandlungserfolg zwischen den Terminen sinnvoll zu unterstützen.

06

Weiteres Vorgehen

Zum Abschluss besprechen wir gemeinsam den weiteren Therapieverlauf. Je nach Befund können Folgetermine, ergänzende Übungen, Anpassungen im Alltag oder weitere unterstützende Maßnahmen sinnvoll sein.


Sie möchten die Beweglichkeit und Lebensqualität Ihres Tieres fördern?

Gerne besprechen wir gemeinsam, ob eine physiotherapeutische Behandlung für Ihren Hund, Ihre Katze oder Ihr Pferd sinnvoll sein kann.